Ein Hoch auf die Männer!

Foto: Antonia Vilos

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Einmal im Jahr treffen wir uns als Ananda – Team an einem besonderen Ort in der Natur, um auf eine andere Art mit uns als Gruppe sowie als Einzelpersonen in Kontakt und Austausch zu kommen.
Diese Teamtreffen schaffen Verbindung, stärken den Einzelnen und bilden einen Teil unserer Identität und sind Massagegrundlage im Umgang untereinander sowie mit den Gästen.

Unsere Männer im Team

Seit etwa zwei Jahren haben wir wieder Männer im Team: Alexander, Guido und Oliver. Mittlerweile werden sie erfolgreich gebucht. Bis dahin war es in der Geschichte der Tantramassage ein langer Weg, der noch lange nicht zu Ende ist: immer noch sind Männer als Masseure weniger selbstverständlich als weibliche Masseure und immer noch ist es für männliche Gäste selbstverständlicher, eine Masseurin zu buchen, als für weibliche Gäste, einen Termin mit einem Masseur für sich zu reservieren oder für einen Mann, die Massage- Erfahrung von „Mann zu Mann“ zu erleben. Doch die Entwicklung der letzten Jahre weist in eine positive Richtung und diese wollten wir stärken. So näherten wir uns spielerisch dem Thema bei unserem diesjährigen Treffen im Mai in der schönen Eifel. Es gab und gibt viele offene Fragen dazu:

  • Was bedeutet es für die Männer im Team, in einem so starken Frauenumfeld zu massieren?
  • Und was bedeutet es für Männer, die zu uns kommen und Massagen buchen?
  • Oder für weibliche Gäste und Paare?
  • Unterstützen wir Frauen die Männer in ihrer Männlichkeit und wenn ja, wodurch? Und was ist Männlichkeit und Weiblichkeit überhaupt? Kann dies so klar definiert werden?
  • Wie können wir Hingabe unterstützen, die meist mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht wird, ohne die männliche Kraft zu schwächen?
  • Welche Bedeutung hat die aktuelle Entwicklung für uns als Team? Und was bedeutet sie für die Gesellschaft?
Foto: Antonia Vilos

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Janaki, Stina und Alex bereiteten für uns eine Zeremonie vor, damit wir die unterschiedlichen Komponenten von männlich und weiblich hautnah erleben konnten. Wir bildeten eine vereinfachte Arbeitshypothese: Es gibt eine männliche und eine weibliche Kraft. Beide sind in jedem von uns vorhanden, unabhängig vom Geschlecht.

Foto: Antonia Vilos

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Das Männliche wird häufiger mit Fähigkeiten wie Logik, Analyse, Fokussierung, Zielorientierung usw. assoziiert.
Das Weibliche verbinden wir im Alltag oft mit Gefühlen, Stimmungen, Multitasking statt Fokus auf eine einzige Sache usw.
Damit verbunden werden gern steinzeitliche Bilder: der Mann als Jäger, der auf ein Ding, nämlich die Beute fixiert ist und die Frau, die Kinder, Herd und am besten alles auf einmal im Blick haben muss. Diese Vorstellungen halten sich bis heute in unsere Kultur und werden in diversen Ratgebern wie „Frauen sind von der Venus, Männer vom Mars“ immer wieder aktualisiert.

Was ist männlich? Und was weiblich?

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