taz gibt Nachhilfe in Sexualkunde

taz_logo_offset_2011Deutschland brauche dringend Nachhilfe in sexueller Vielfalt, konstatiert die taz in ihrem Online-Artikel „Wenn Heteros von Homos lernen“. Denn:

Gerade vom ungezwungeneren Umgang mit Sex könnten viele Heteros lernen – und verklemmten Menschen neue Möglichkeiten des Seins eröffnen. So sollten Männer sich endlich als Objekt der Begierde anerkennen – und die Angst davor verlieren, als schwul zu gelten, sobald sie bewusst ihre Körper einsetzen.“

Dem Artikel zufolge ist der Weg zu einer emanzipierten Gesellschaft noch lange nicht zu Ende gegangen. Ein Schlüssel dazu sei die Bereitschaft, sich mit anderen Milieus und Lebensentwürfen auseinanderzusetzen, den Blick offen und neugierig zu halten. Als gutes Beispiel dafür nennt er den heterosexuellen Barkeeper Kirill, der in einer Schwulenbar arbeitet. Dieser schätze vor allem die schärfere Selbstwahrnehmung, die er durch die Beobachtung der homosexuellen Lebenswelt erworben hat:

„‚Denn Schwule müssen selbst im vergleichsweise toleranten Deutschland ‚immer noch für das kämpfen, was für andere selbstverständlich ist.‘ Zu wissen, dass die eigene Freiheit eine Errungenschaft ist anstatt sich auf der eigenen Normalität auszuruhen, findet Kirill sehr wichtig.“

Erotische Massagerituale

stefanieSexualität als Fertigkeit zu sehen ist unserem Kulturkreis in der Regel fremd. Die Intimität zwischen den Partnern wenn es sich um den sexuellen Bereich handelt, hat einen hohen Stellenwert: das eine ist ohne das andere kaum zu denken. Mit „Intimität“ ist häufig etwas ähnliches gemeint, wie von Richard Sennett in seinem Buch „Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität“ beschrieben: Intimität entsteht durch den möglichst umfangreichen und lückenlosen Austausch der persönlichen Geschichte und psychischen Befindlichkeiten der Partner. Weiterlesen